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8:18,37 min: Moritz Kleesiek läuft Norm für die U20-Europameisterschaften

Zu einer besonders bei Nachwuchs-Athleten beliebten Startmöglichkeit hat sich das Dortmunder Jump'n'Run-Meeting in den letzten Jahren gemausert. Auch dieses Mal bot der Wettkampf am Vorabend zu Fronleichnam nahezu ideale Bedingungen für schnelle Zeiten auf den Mittel- und Langstrecken. Den Weg in das vor drei Jahren neu eröffnete Leichtathletik-Stadion im Stadtteil Hacheney fanden auch einige Jugendläufer des Laufteams.


Über 3000 Meter stellt sich Moritz Kleesiek der nationalen Konkurrenz. Für Moritz war es nach zwei regionalen 800-Meter-Läufen der erste wirklich wichtige Bahnwettkampf in der Freiluftsaison. Im Vorhinein schien eine Verbesserung seiner bei 8:32,73 Minuten stehenden Bestmarke in den Bereich der Norm für die U20-Europameisterschaften in Jerusalem (8:23,00 Minuten) durchaus möglich. Unterstützung bei diesem Unterfangen leistete der momentan beste deutsche Nachwuchsläufer Tristan Kaufhold, der – selbst bereits mit 5000-Meter-Norm in der Tasche – als Pacemaker eine größere Verfolgergruppe mit Rundenzeiten in Bereich von 67 Sekunden auf Kurs Richtung Normzeit brachte.


Nach 2000 Metern in 5:35 Minuten und damit ziemlich genau im Zeitplan stieg Kaufhold 200 Meter später nach getaner Arbeit aus. Moritz entschied sich sodann, das Tempo noch einmal zu verschärfen und sprengte seine Gruppe auf der folgenden Runde. Zwischenzeitlich schien es so, als könnte er sogar noch den Anschluss an das um einige Sekunden enteilte Führungstrio schaffen. Dieses Unterfangen gelang ihm auf der Schlussrunde dann doch nicht, auch musste er noch zwei Konkurrenten vorbeilassen. Dennoch hielt er seinen verbliebenen U20-Kontrahenten, Eliah Rieck vom LAZ Rhein-Sieg, in Schach und erfüllte in 8:18,37 Minuten die EM-Norm. Auch Rieck blieb in 8:20,45 Minuten noch unter der geforderten Zeit. Schneller als Moritz in der nationalen U20-Bestenliste ist momentan mit Benne Anderson nur ein hierzulande noch kaum bekannter Deutschamerikaner. Hier wird sich zeigen, ob sich der bislang ausschließlich in seiner Heimat laufende Anderson künftig auch auf deutscher Ebene präsentieren wird.


Neben Moritz waren im zweiten 3000-Meter-Zeitlauf auch Jan und Mats Langenkamp am Start. Für Jan ging es um die Erfüllung der U16-DM-Norm von 9:55,00 Minuten, nachdem er am Wochenende bereits die notwendige Zusatzleistung abgehakt hatte. Unterstützung bekamen die beiden von Aaron Hermenau, der als Tempomacher einen tollen Job machte und wie geplant ein ums andere Mal 78er-Runden lief. Nach 2000 Metern in recht genau 6:30 Minuten konnten beide sogar noch einmal beschleunigen. Von Aaron angefeuert schloss Jan auf der Zielgeraden wieder zu seinem zwischenzeitlich um einige Meter enteilten Bruder auf, sodass beide nach 9:34,26 Minuten (Jan) bzw. 9:34,49 Minuten (Mats) schließlich fast zeitgleich ins Ziel liefen. Für Jan bedeutete dies neben der DM-Norm eine Verbesserung seiner Bestzeit um fast 30 Sekunden und auch Mats konnte sich gegenüber den 9:48,88 Minuten, die er vor knapp drei Wochen in Melle gelaufen war, noch einmal deutlich steigern!


Einziger Wermutstropfen an diesem Abend war der 1500-Meter-Lauf von Moritz‘ Schwester Pauline, die sich – wie immer im Trikot des LAV Kassel – nach einer Corona-Erkrankung Anfang Mai noch nicht bei alter Leistungsstärke zeigte. Sie hat aber bereits am Samstag die Chance, sich über 800 Meter in Osterode zu verbessern. Moritz startet dort über 1500 Meter. Für Mats, Jan und Aaron geht es indessen am Wochenende bei den Hessischen Meisterschaften der Aktiven und U18 im Auestadion weiter.


Bilder: Stefan Langenkamp


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