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Licht und Schatten bei der 10-km-DM

Zu den Deutschen Meisterschaften über 10 Kilometer am Sonntag in Bad Liebenzell war das Laufteam mit einer größeren Gruppe gereist.


Schon im Vorhinein verriet ein Blick in den Wetterbericht, dass die Bedingungen für einen Langstreckenlauf nicht gerade optimal sein dürften. Temperaturen an die 30 Grad und praller Sonnenschein auf dem knapp 2,5 Kilometer langen Rundkurs im Ortskern Bad Liebenzells um die Nagold sorgten schließlich auch tatsächlich für eine wahre Hitzeschlacht, vor der auch schon die Männer mit Startzeit um 11:00 Uhr nicht gefeit waren.


Zu den vielen Athleten, die das Rennen hitzebedingt nicht beendeten, zählten leider auch Leonardo Ortolano und Marius Puchta, die beide auf Bestzeit unter 31 Minuten anliefen, aber das Tempo nicht halten konnten und sich frustriert in der zweiten Hälfte für eine Aufgabe entschieden. Beide haben nun gleich am nächsten Wochenende beim Halbmarathon daheim in Kassel noch einmal die Chance, sich für ihr Training mit einer guten Leistung zu belohnen. Ebenfalls aussteigen musste U18-Athlet Tom Mardus, der bis zur Hälfte sehr gut unterwegs war, aber dann auf der dritten Runde über einen ihm vor die Füße geworfenen Becher rutschte und stürzte. Mit größeren Schmerzen im Hüftbereich lief er zunächst noch weiter, musste sich dann aber bald der Verletzung beugen. Ihm seien nun die Daumen gedrückt, dass er bis zum Mini-Marathon am Samstag wieder voll einsatzfähig ist!


Die schnellste Zeit der durchgekommenen Laufteamler gelang Jakob Dieterich, der zu Beginn mit Marius und Leonardo in einer Gruppe lief und das Ziel nach 31:05 Minuten erreichte. Jakob absolvierte große Teile des Rennens zusammen mit Tristan Kaufhold (SSC Hanau-Rodenbach) und holte am Anschlag laufend mit gleichmäßigen Rundenzeiten noch drei schneller losgelaufene Altersklassenkonkurrenten ein, sodass er in der U20 zehn Sekunden hinter Lukas Ehrle (LG Brandenkopf) als Zweiter seinen Vorjahreserfolg (Silber in der U18) wiederholte. Auch Platz 24 im Gesamtklassement zeigt, wie hoch diese Leistung bei der Hitze einzuschätzen ist.


Mit der Hitze ordentlich zu kämpfen hatten Lukas Menke und Aaron Hermenau, die auf Zeiten unter 33 Minuten trainiert hatten bzw. in Lukas‘ Fall auch schon gelaufen waren. Beide passten sich in ihrer Renngestaltung von Beginn an den Temperaturen an, konnten das Tempo dennoch nicht ganz halten, aber kämpften sich nach 34:12 bzw. 34:30 Minuten trotzdem noch mit ordentlichen Leistungen ins Ziel. Aaron behauptete sich als U18-Neunter so in der nationalen Top 10 seiner Altersklasse.


Deutlich glücklicher mit seiner Zeit war Karlsruhe-Expat Nikolaj Dorka, der das Rennen in Vorbereitung auf den Karlsruhe-Marathon lief. Nach Umzug und wiederkehrenden Problemen länger ganz raus aus dem Wettkampfsport erbrachte er mit einem gut eingeteilten Lauf, bei dem er zu Ende sogar noch beschleunigen konnte, seine beste Wettkampfleistung seit drei Jahren und durfte sich in 34:37 Minuten hochzufrieden über Platz 6 in seiner Altersklasse M40 freuen. Auch Björn Temmler dürfte sich mit 37:45 Minuten einverstanden zeigen, nachdem es bei ihm nach einer Corona-Erkrankung lange Zeit gar nicht lief. Vincent Sökefeld hatte sich zwar eine schnellere Zeit vorgenommen, bewies aber mit 38:22 Minuten eine gute Form, bedeutete dies doch immer noch Bestzeit.


Zu den Athleten, die mit einer Zeit in der Ergebnisliste vermerkt waren, gehörte zunächst auch unserer jüngster Starter Mats Langenkamp, der einen enorm couragierten Lauf zeigte und mit 36:33 Minuten bei seiner ersten DM über eine Minute schneller war als im Frühjahr über dieselbe Distanz. Doch auch Mats wurde leider ein Opfer der Hitze, denn nachdem er die letzte Runde noch einmal deutlich schneller als die zwei Runden zuvor lief, wurde ihm wenige Meter vor dem Ziel schwarz vor Augen, sodass er kollabierte. Da ihm eine andere Läuferin über die Ziellinie half, wurde er gemäß dem Regelwerk disqualifiziert. Glückerweise ging es Mats nach einer halben Stunde wieder deutlich besser, nachdem sich Sanitäter um ihn gekümmert hatten.


Noch einmal etwas wärmer hatten es die Frauen mit Startzeit um 12:00 Uhr. Zu den wenigen Athletinnen, die sich auf die Hitze gefreut haben dürften, gehörte Nina Voelckel, der solche Bedingungen liegen und die die Meisterschaften recht spontan in ihrer Vorbereitung auf den Berlin Marathon mitnahm. Selbst Nina kam an diesen Tag mit 34:54 Minuten nicht an ihre sechs Wochen alte PB von 33:58 Minuten heran, trotzdem war sie mit Platz 14 in der starken Frauenkonkurrenz und den Abständen nach vorne zufrieden und kann nun optimistisch in Richtung des Marathons blicken.


Auch für unsere zweite Starterin Laura Stuhldreyer – ebenfalls in Vorbereitung auf Berlin – war an diesem Tag nicht an eine Bestzeit zu denken. Dennoch kämpfte sie sich durch das Rennen und wurde für ihren Einsatz nach 39:13 Minuten mit Bronze in der Altersklasse W35 belohnt.


Bilder: Frank Hermenau, Tim Wagner


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