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Eva und Sandra starten bei DM - Wirbel um Teilnehmerliste

Es war eine kurze "Flash-News" am letzten Montag auf dem Portal leichtathletik.de, auch offizielles Organ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes: "Aufgrund der aktuell hohen Inzidenz-Werte in der Stadt Mainz greift die vorliegende Gesetzesgrundlage zur sogenannten "bundeseinheitlichen Notbremse“ bei der DM Langstrecke am kommenden Samstag, den 1. Mai 2021. Es dürfen demnach nur Athletinnen und Athleten an den Start gehen, die einem Bundes- oder Landeskader angehören beziehungsweise Berufssportler sind. Die entsprechenden Abfragen bei den Landesverbänden laufen. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) rechnet damit, am Mittwoch eine aktualisierte Teilnehmerliste und gegebenenfalls einen neuen Zeitplan vorlegen zu können."

Eine Mitteilung, die für viel Wirbel und für viel Unmut sorgt. Denn danach wären die Athleten, die die Norm für die von Mittweida nach Mainz verlegte Deutsche Meisterschaft 10.000 m am Samstag, 1. Mai, erfüllt haben, aber keinem DLV-Kader angehören, außen vor. Betroffen hat dies auch Jens Nerkamp und Sandra Morchner vom Laufteam Kassel, während Vereinskollegin Eva Dieterich (U23-Kader) nicht davon berührt ist.

Vor allem die Art und Weise der Kommunikation stößt den Athleten mächtig auf. "Wir haben das am Montag durch die Flash-News erfahren beziehungsweise durch Storys der Athleten, die danach auf Instagram die Runde machten", berichtet Jens Nerkamp, "da ging in den sozialen Medien mächtig die Post ab." Sehr irritiert, so Nerkamp, seien die Sportler gewesen. "Der DLV hat sich mit dieser Form der Kommunikation sicher keine Freunde gemacht. Wir hatten eigentlich gehofft, dass das gerade in diesen besonderen Zeiten besser wird. Mit dieser Form der Bekanntgabe ist keinem geholfen", betont er. Denn: Die Athleten haben sich ja nicht nur mit Training zielgerichtet vorbereitet, sondern müssen auch aufgrund der aktuellen Lage erschwerte Anreise und Rahmenbedingungen planen. Die Kommunikation sei grauenhaft, ist den vielen Posts der Athleten in den Social Medias zu entnehmen. Eine Meinungsbildung, die der 31-Jährige absolut teilt: "Wir haben alle vollstes Verständnis für die Bundesnotbremse, aber wir fühlen uns schon ziemlich veräppelt."

Das beträfe vor allem die Athleten in der "zweiten Reihe", die der U23 entwachsen sind und die sich anschließend im "Niemandsland" befinden. "Hier lässt man Talente versauern", so Nerkamp, der sich ebenso wie viele andere Läuferinnen und Läufer eine breitere Förderung für diese Gruppe wünscht.

"Wir haben", so sagt er, "wohl auch nicht die große Lobby. Aber Fakt ist, dass viel offener kommuniziert werden muss, wer aus der zweiten Reihe starten darf." Es selbst sei zwar kein Profisportler, "aber was ich bisher in meinen Sport investiert habe, umfasst die meiste Zeit meines Lebens." Und so wie ihm geht es vielen seiner Lauf-Kollegen.

Verständlich also, dass der Unmut über das Vorgehen in der Szene nicht zum ersten Mal groß ist. Inzwischen ist die Situation etwas entschärft, denn in der aktuellen Teilnehmerliste sind nun auch Athleten aus "Wettkampfkadern" der Landesverbände vertreten. Die Landesverbände sind zuständig für die Meldungen zur Deutschen Meisterschaft. Wahrscheinlich ist der Druck einiger Verbände hier nach der DLV-Entscheidung groß geworden. Auch Winfried Aufenanger, Sportlicher Leiter und Trainer des Laufteam Kassel, hat in den letzten Tagen viele Telefonate mit dem DLV und dem Hessischen Leichtathletik-Verband geführt. "Der DLV hat diese so genannten Wettkampfkader-Athleten wohl nun auch für die DM akzeptiert", berichtet er.

Jens Nerkamp taucht in der Teilnehmerliste noch auf, verzichtet aber auf einen Start. Er hatte schon vor und nach seinem Start beim Lauf in Dresden Probleme mit dem Iliosakralgelenk in der Hüfte und fühlt sich für die DM nicht fit genug, nachdem er zuletzt vor allem Muskulatur stärkende Übungen gemacht hat. "Wenn ich starte, dann möchte ich auch zumindest die Normleistung (30:30) nochmal laufen, dafür reicht es momentan nicht", stellt er dar. Dass er trotz des Startverzichtes seine klare Meinung zum Vorgehen des DLV hat, ist dennoch verständlich.

In Mainz werden Sandra Morchner und Eva Dieterich das Laufteam Kassel vertreten. Die kürzlich 50 Jahre gewordene Sylterin Sandra Morchner hat sich nach erstem Zögern nun doch für einen Start entschieden und will im Feld der deutlich jüngeren Konkurrenz eine gute Rolle spielen.

Die 21-jährige Eva Dieterich hat die Norm für die U23-Europameisterschaft bereits unterboten (33:51) und ist damit aktuell die zweitbeste deutsche U23-Läuferin und auf Platz sieben über 10 km. Diese Leistung will die Jura-Studentin in Mainz nun bestätigen.

Laufteam-Cup: Erfolgreiche Premiere

Es hat sich gelohnt: Der virtuelle Laufteam-Cup des Laufteam Kassel mit Läufen über 5 km, 10 km und Halbmarathon, verteilt über drei Wochenenden im Februar, März und April, war ein Erfolg. Auch beim Abschluss, dem Halbmarathon, präsentiert von der Raiffeisen Waren GmbH, gingen wieder 249 Läufer und Walker an den Start. Insgesamt konnte die Premiere des Laufteam Cup 830 Starts verzeichnen.
"Ich denke, wir haben mit der Laufserie für Abwechslung und Motivation sorgen können", sagt Winfried Aufenanger, Sportlicher Leiter und 2. Vorsitzender des Laufteam Kassel und EAM Kassel-Marathon-Veranstalter, "wir freuen uns sehr darüber, dass er so gut angenommen wurde." Dabei stand neben vielen sehr guten Leistungen auch der Spaß im Vordergrund.
Das bestätigen auch die Reaktionen der Teilnehmer. Klaus Metz vom Stützpunkt Kassel-Wehlheiden ist einer von ihnen: "Nun habe ich es geschafft, zum Abschluss einen Halbmarathon durch die schöne Söhre. Für den Laufteam-Cup habe ich die Zähne zusammengebissen, was Motivation nicht alles ausmacht", sagt er. Seit Monaten schleppt er sich mit einer Schulterverletzung rum, der Laufteam-Cup war für ihn aber ein Muss, auch wenn bei 648 Höhenmetern im Söhrewald "ganz schön schnaufen musste". Die Teilnahme war für ihn auch selbstverständlich, um so etwas zurückgeben zu können an die Sponsoren: "Vielen Dank an Raiffeisen Waren GmbH für die Unterstützung. Gerne denke ich an die Gastfreundschaft bei den Marathon-Sponsorenabenden in der Königinhofstraße und am Ständeplatz zurück, das waren sehr schöne Veranstaltungen."
"Ich bin heute zum zweiten Mal einen Halbmarathon gelaufen. Vielen Dank, dass Ihr mich dazu motiviert habt" schrieb Sascha Heußner vom SV Osterbach. Laura und Marcel Heußner liefen ihren ersten Halbmarathon. "Vielen Dank fürs Organisieren, das hat Spaß gemacht", so Marcel. "Bis zur Pandemie bestand der Lauftreff des SV Osterbach mal aus drei, mal aus sieben Gelegenheitsläufern. Mittlerweile haben wir es auf mehr als 50 Starter beim ersten halbvirtuellen Osterlauf gebracht - und es werden immer mehr. Auch bei der Laufteam-Serie sind wir mit acht Läuferinnen und Läufern dabei, der größte Teil besteht aus Neuanfängern. Die Freude über den ersten Halbmarathon des Lebens war da besonders groß", berichtet Thorben Weichgrebe, der bei allen drei Läufen dabei war.
Auch für Christian Beyer aus Lohfelden war es der erste Halbmarathon: "...und das mit 110 kg." Er will jetzt fleißig weiter trainieren für den EAM Kassel Marathon im September. Sascha Henze aus Hann. Münden ist schon länger dabei: "Vielen Dank für dies tolle Möglichkeit, uns in diesen Zeiten zu motivieren, macht weiter so."
Den abschließenden Halbmarathon absolvierten die Teilnehmer der Laufteam-Cup-Serie erneut bundesweit. So lief Ursula Henning in Köln, Jang Langenkamp an der Ostsee zwischen Timmendorfer Strand und Scharbeutz. Jens Richter lief die 21,1 km es im Rahmen der immer beliebter werdenden "Ballonathons" am Wasserschloss Stadt Lüdinghausen im Münsterland rund um dem Klutensee, am Dortmund-Ems-Kanal vorbei bis zur Burg Vischering und Burg Lüdinghausen. Und auch beim dritten Lauf waren die Stützpunkte des EAM Kassel Marathon wieder fleißig und sehr zahlreich mit vertreten.

Morchner gewinnt Halbmarathon, Menke Gesamtwertung

Sandra Morchner lief wieder auf ihrer Heimatinsel Sylt. Dort machte sie sich selbst ein schönes Geschenk zum 50. Geburtstag: Zielzeit 1:14:59, damit war sie sogar noch schneller als Lukas Menke und Pascal Fischer (beide Laufteam Kassel, 1:15:21). Weil es auf Sylt kräftig windete und schneite, spulte Sandra Morchner auch den Halbmarathon im Rahmen ihres sonntäglichen 25 km-Trainingslaufes auf dem Laufband ab - wie schon die Läufe zuvor. "Nach 19 km auf der Uhr rechnete ich kurz und kam zu dem Entschluss, dass auch eine Zeit unter 1:15 Stunden möglich wäre, sofern ich die Geschwindigkeit steigere. Punktlandung würde ich mal sagen", berichtet Sandra. Die deutsche "Altersklassen-Königin", mehrfache Deutsche Rekordhalterin und Deutsche Meisterin W45 vom Laufteam Kassel möchte nun auch in der neuen Altersklasse weiter Gas geben: "Gern würde ich meine gelaufenen internen persönlichen Bestzeiten auch offiziell stehen haben und würde mich freuen, endlich mal wieder einen Wettkampf zu absolvieren. Meine sportlichen Ziele sind klar definiert. Besser zu sein als ich selbst war, jedoch den Spaß an der Sache selbst nicht zu verlieren."
Für Sandra Morchner war es zudem ein erfolgreiches Finale des Laufteam-Cup. Denn die 1:14:59 bedeuteten zugleich den Sieg und die schnellste Zeit in der Halbmarathon-Wertung und sie ließ damit auch alle männlichen Kollegen hinter sich.

Auf Platz zwei folgte Lukas Menke (Laufteam Kassel, 1:15:21) zeitgleich mit Pascal Fischer (Laufteam Kassel). Lukas Menke sicherte damit den Gesamtsieg nach 5 km, 10 km und Halbmarathon in 2:06:58 Minuten. Nur elf Sekunden fehlten Sandra Morchner (2:57:09) als Zweite hierfür. Dritter wurde Pascal Fischer (2:08:09). Der bisher Gesamtführende Tom Ring (Laufteam Kassel) verzichtete wegen einer Sehnenentzündung auf den abschließenden Start, der bisherige Zweite Jens Nerkamp (Laufteam Kassel) ließ es im Rahmen seines 25 km-Trainingslaufes etwas gemächlicher angehen (1:23:53) und kam in der Gesamtwertung in 2:11:52 hinter dem Tages- und Gesamtvierten Felix Kaiser (Laufteam Kassel, 1:17:35/2:11:24) auf Platz fünf.

Lukas Menke, der 2020 von der LG Eder zum Laufteam Kassel wechselte, freute sich natürlich über den Gesamtsieg und darüber, dass er seine bisherige Bestzeit um satte fünf Minuten verbessern konnte. Für den 27-Jährigen war der Laufteam-Cup in der wettkampfarmen Zeit "eine sehr schöne Motivation, am Ball zu bleiben." Dass er seine Leistung so steigern konnte, führt er auf das intensive Trainingspensum zurück: "Ich habe meine Umfänge deutlich erhöht auf teilweise 90 Kilometer in der Woche. Das macht sich jetzt in der Entwicklung bemerkbar." Noch ein Grund zur Freude: Auch seine Freundin Lea Gerland (Laufteam Kassel) lief beim Laufteam-Cup-Halbmarathon mit 1:43:09 um einige Minuten schneller als bisher. Zweitschnellste Frau hinter Sandra Morchner war Nicole Hilbig (Laufteam Kassel, 1:34:03) vor Pia Bohland (Marathon-Stützpunkt Borken, 1:36:42). Auch in der Gesamtwertung bei den Frauen belegen Nicole Hilbig (2:39:13) und Pia Bohland (2:41:50) die Plätze zwei und drei.

Kevin Warschun bei den Walkern vorne

Bei den Walkern zeigte Kevin Warschun (Laufteam Kassel) eine überragende Leistung. In ganz starken 2:32:16 holte er sich nicht nur nach den 10 km auch über Halbmarathon den Tagessieg, sondern war damit deutlich schneller als der bisher Gesamtführende Michael Küppers (Laufteam Kassel) als Zweiter (2:37:01). Küppers, der erst im letzten Jahr weitgehend vom Laufen auf Nordic Walking umgestiegen ist, verbesserte seine persönliche Nordic Walking-Halbmarathon-Bestzeit zwar auch um dreieinhalb Minuten, konnte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aber nicht halten. Am Ende lag der seit langem leidenschaftliche Walker Kevin Warschun in 4:29:53 deutlich vor Küppers (4:32:02) und unterbot seine eigene Bestzeit ebenfalls um knapp zwei Minuten.

Der Tages- und Gesamtsieger war nach langer, für ihn schwieriger Zeit, wieder zu einem Halbmarathon angetreten. "Es hat Zeit gebraucht nach dem Tod meines Vaters im September und meiner Corona-Infektion im Dezember. Nun habe ich Lungenprobleme, Atemnot, Herzschmerzen, Lähmungsgefühle sowie die ärztlichen Untersuchungen größtenteils überstanden. Trotz der Nachwirkungen über Muskel- sowie Nervenschmerzen habe ich es endlich wieder geschafft, die 21 km wegzurocken", berichtet Kevin. Und weiter: "Getreu dem Spruch, dass alles Kopfsache ist, habe ich meine Beine dazu ermutigt, über die Ziellinie zu walken." Durch die Behandlung bei Rehamed hofft er, bald wieder "200 Prozent" bei Wettkämpfen bieten zu können.
Als Dritter in der Tages- und Gesamtwertung freute sich Sascha Parotat-Kouril (Laufteam Kassel) mit 2:51:00 ebenfalls über eine neue persönliche Bestzeit. Seine zweite in wenigen Wochen nach den 10 km beim Laufteam-Cup. Er hatte nach einer längeren Kur viele Kilo abgenommen. "Diese Entwicklung habe ich so schnell nicht erwartet. Für mich war es mehr als nur ein Cup. Es wäre super, wenn der Cup in naher Zukunft wiederholt wird, es war wirklich klasse und es ist aus Sicht der Walker schön, dass er so gut angenommen wurde", sagt der Walking-Fachwart des Laufteam Kassel und Walking-Koordinator des EAM Kassel Marathon.
Schnellste Frau im Halbmarathon-Walk war Jutta Dolle (Marathon-Stützpunkt Gudensberg/Obervorschütz), 3:02:40) vor Viola Wittig (LT Hofgeismar, 3:02:49) und Brigitte Gleis (Marathon-Stützpunkt Frankenberg, 3:12:00). Den Gesamtsieg bei den Walkerinnen holte sich Viola Wittig (5:09:58) vor Sabine Rohde (Marathon-Stützpunkt Gudensberg/Obervorschütz, 5:15:46) und Helga Arend (5:34:28).
Genau wie bei den Läufern waren auch die Walker durch die Laufteam-Cup-Serie sehr motiviert. "Für mich war es eine Herausforderung, da ich erst im letzten Sommer mit dem Nordic Walking begonnen habe und ich mir den Halbmarathon erst für September als Ziel gesetzt hatte", sagt Matthias Eisenhuth aus Meinhard im Werra-Meißner-Kreis.

Medaillen und Urkunden als Dankeschön

"Es war ein toller Lauf, danke für Eure Motivation dafür. Ich freu mich auf die Medaille", schrieb Malena Kern, die ihren Halbmarathon gemeinsam mit Cathleen Köcher rund um den Diemelsee machte. Auf Medaillen und Urkunden dürfen sich diejenigen freuen, die alle drei Läufe des Laufteam-Cup bestritten haben. Für die anderen gibt es ebenfalls eine Urkunde. Alles geht in den nächsten Tagen auf den Postweg zu den Teilnehmern. Inklusive einer kleinen Dankeschön-Beilage der BKK Wirtschaft & Finanzen.

Dank an die Sponsoren

Organisationsleiter Winfried Aufenanger bedankt sich nach der erfolgreichen Premiere der virtuellen Laufteam-Cup-Serie bei den Sponsoren BKK Wirtschaft & Finanzen (5 km), IMMOVATION AG (10 km) und Halbmarathon (Raiffeisen Waren GmbH). "Wir freuen uns sehr, dass unsere treuen Sponsoren und Partner die Umsetzung des Laufteam-Cup mit ermöglicht haben und für das tolle Engagement in diesen Zeiten", so Aufenanger, "man hat gesehen, dass wir damit vielen eine Freude machen konnten."

„Wir freuen uns sehr, dass der Lauf-Cup so gut angenommen wurde und wir mit der Halbmarathon-Präsentation einen Beitrag dazu leisten konnten“, sagen Benedikt Ehrhardt, Bereichsleiter Konzernmarketing & Konzerndigitalisierung, und Katharina Penke, Projektleiterin Marketing, von der Raiffeisen Waren GmbH unisono. „Bei den Wetterbedingungen waren die Läufe eine Herausforderung“, so Ehrhardt, der ebenfalls am Lauf-Cup teilnahm.
"Als leidenschaftlicher Nordhessencup-Läufer fehlen mir die kleinen Wochenend-Reisen durch unsere schöne Region sehr. Der Laufteam-Cup ist eine willkommene Abwechslung, insbesondere durch die unterschiedlichen Streckenlängen, die mich an die Kombi-Wertung erinnern. Auch als Vertreter der BKK W&F unterstützen wir den Cup als langjähriger Partner des Kassel-Marathons sehr gerne. Eine gute Gesundheit ist in dieser so besonderen Zeit sehr wichtig für den Einzelnen und die Erhaltung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems", betont Thorsten Weichgrebe (Marketing und Unternehmensentwicklung) von der BKK Wirtschaft & Finanzen, die den 5 km-Lauf im Rahmen des Laufteam-Cups präsentierte.
Auch Sponsor IMMOVATION AG, Präsentator des 10 km-Laufs innerhalb des Cups, freut sich über den regen Zuspruch, den die Laufteam-Cup-Serie erfährt. Vorstand Lars Bergmann: „Die virtuellen Läufe sind eine gute Möglichkeit, die Leidenschaft für den Laufsport auch in der Corona-Zeit auszuleben. Noch mehr würde es mich natürlich freuen, wenn wir dieses Jahr auch noch reale Veranstaltungen erleben, mit denen ein echtes Wettkampfgefühl und das Gemeinschaftserlebnis wieder möglich sein werden. Ich bin da zuversichtlich, wenn es mit dem Impfungen und Tests vorangeht."

Ergebnisliste Halbmarathon Laufteam-Cup
Ergebnisliste Gesamtwertung Laufteam-Cup

Distance Running: Neue Frühjahr-Sommer-Saison von davengo startet

Nach dem Erfolg der "KEEP DISTANCE - KEEP RUNNING WINTER-CHALLENGE 2021" mit der GPS-basierten easyrecord-App von davengo geht es nun mit der neuen Frühjahrs-Sommer-Saison weiter. Das Berliner Unternehmen, mit 500.000 registrierten Nutzern und mehreren Millionen Anmeldungen einer der führenden Anbieter für Zeitmessungen und Anmeldeportale, hat die App nochmal ausgebaut und weiterentwickelt.

Mit den Erfahrungen aus der Premiere startet die Frühjahr-Sommer-Saison mit der easyrecord-App unter dem Motto "Distance Running" Anfang April in die zweite Runde und läuft bis 18. Juli.

In diesem Zeitraum können die Teilnehmer Kilometer sammeln und täglich Auszeichnungen erwerben. Als EARLY BIRD, dem täglichen Frühstarter, als LATE NIGHT-Läufer mit dem letzten Lauf des Tages, für das schnellste Tagestempo, die längste Tagesdistanz, oder für einen aktiven Tag und Ausdauer. Darüber hinaus warteten Meilensteine von 10 km bis 500 km darauf, erreicht zu werden. Als Team kann man ebenfalls Auszeichnungen erringen. Beibehalten und erweitert werden auch die gesonderten Auszeichnungen, die nur am Tag der jeweiligen Veranstaltung erlaufen werden können. Neben den Frühjahrsklassikern wie zum Beispiel dem rbb-Lauf am 25. April wird es auch eigene Formate an Feiertagen zum 1. Mai oder zum Muttertag geben.

Den Machern der App ist besonders wichtig: "Uns ist völlig egal, ob gelaufen, gewalkt, gewandert oder gegangen wird. Hauptsache, man bewegt sich an der frischen Luft und hält sich fit. Der klassische Wettkampfgedanke steht bei uns nicht an erster Stelle", betont davengo-Geschäftsführer Andreas Dobrawa.

Jeder Teilnehmer kann ganz entspannt entscheiden, wann, wieviel und was man macht und die Bewegungsart variieren. Der lange Zeitraum bietet die Möglichkeit, sich alles entsprechend einzuteilen. Es ist zudem eine andere Form der Motivation. Einfach raus gehen, noch mal ein paar Kilometer sammeln und auch die Teamkameraden dazu zu bringen, mitzumachen.

Veranstalter von Lauf-Events können auf Anfrage bei davengo mit ihrer eigenen Eventauszeichnung dabei sein.

"Wir hoffen ja alle darauf, dass es bald wieder echte Präsenzveranstaltungen gibt", blickt Andreas Dobrawa optimistisch nach vorn, "ich glaube aber, dass die virtuellen Alternativen weiter Bestand haben werden. Den Veranstaltern können wir dann auf Wunsch einen Hybrid anbieten. Alle, die nicht vor Ort laufen können oder wollen, hätten dann die Möglichkeit, mit der easyrecord-App auf Distanz dabei zu sein."

davengo unterstützt mit der App das Projekt “Jedem Kind seinen eigenen Verein” von Kinderlachen e.V.. Seit 2012 sponsert Kinderlachen bedürftigen Kindern die Vereinszugehörigkeit, deren Familien es aus finanzieller Sicht nicht gestemmt bekommen. Dabei möchte davengo gemeinsam mit den TeilnehmerInnen tatkräftig mithelfen und spendet am Ende der Saison für den jeweils weitesten Meilenstein einen Cent pro Kilometer.

Die Anmeldegebühr für die Teilnahme an der Saison Frühjahr-Sommer 2021 beträgt für Erwachsene ab 18 Jahren einmalig 17,90 Euro. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren starten für nur 9,90 Euro.

Firmen, Institutionen und Vereine können sich für eine Sammelanmeldung gern an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Weitere Infos hier

Direkt zur Anmeldung hier

 

Wir verlosen fünf Startpätze 

Wir verlosen fünf Startplätze für die Distance Running Frühjahrs-Sommer-Saison. Einfach bis zum Montag, 5.4.2021, E-Mail mit dem Stichwort "davengo" senden an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Rechtweg ist ausgeschlossen, die Gewinner werden benachrichtigt.

Melat Kejeta begeistert erneut
-Wieder ein Deutscher Rekord und eine sehr schnelle Zeit-


Melat Yisak Kejeta vom Laufteam Kassel hat beim Halbmarathon in Istanbul (Türkei) erneut eine herausragende Leistung gezeigt. In einem absoluten Weltklassefeld belegte die 28-Jährige Platz neun und lief in 1:07:33 Std. die zweitschnellste je von einer deutschen Läuferin erzielten Zeit. Schneller war bisher nur sie selbst - bei ihrem Europäischen und Deutschen Rekord von 1:05:18, mit dem sie im letzten Oktober in Gdynia (Polen) Vizeweltmeisterin im Halbmarathon geworden war und auch nach Istanbul noch die fünftschnellste Läuferin in der Welt über diese Distanz bleibt.
Was in Deutschland und anderen Ländern zurzeit völlig unrealistisch ist, machten die Veranstalter des N Kolay Istanbul Half Marathon möglich. 4.000 Teilnehmer gingen unter Einhaltung eines umfangreichen Hygiene-Konzeptes an den Start. Damit war der Halbmarathon in Istanbul so etwas wie ein Musterbeispiel für die Umsetzung eines solch hochkarätigen Events.
Vor allem bei den Frauen wurde es ein spektakuläres Rennen, an dem am Ende der neue Weltrekord von Ruth Chepngetich von 1:04:02 stand, mit dem die Kenianerin die ein Jahr alte Bestmarke der Äthiopierin Ababel Yeshaneh um 29 Sekunden steigerte. Mit ihr, Yalemzerf Yehualaw (Äthiopien, 1:04:40) und Hellen Obiri (Kenia, 1:04:51) blieben erstmals drei Frauen unter 65 Minuten.
Melat Yisak Kejeta war direkt aus dem Höhentrainingslager in Äthiopien nach Istanbul angereist und hatte dort auf bessere äußere Bedingungen gehofft. Doch es war sehr kühl am Bosporus. Kejeta hatte sich bewusst entschieden, das Rennen offensiv anzugehen und war bei der 5 km-Marke mit 15:08 Minuten noch schneller als bei ihrem bisherigen zweitbesten Lauf in Dubai. 15:08 bedeuten neuen Deutschen Rekord über 5 km Straße. Damit verbesserte Kejeta den 21 Jahre alten Rekord von Irina Mikitenko (15:16) um acht Sekunden. Mikitenko war diese Zeit im Jahr 2000 gleich zweimal gelaufen: das erste Mal in Kassel, das zweite Mal in Trier. Für Melat Yisak Kejeta ist es nun nach 10 km und Halbmarathon bereits der dritte Deutsche Rekord.
Nach der flotten Durchgangszeit musste sie allerdings abreißen lassen. Mit 31:13 Minuten stellte sie aber auch bei der 10 km-Zwischenzeit eine neue deutsche Jahresbestzeit 2021 auf. Im Ziel war sie als Neunte in 1:07:33 beste Europäerin.
"Ich bin sehr zufrieden", sagte Kejeta, nachdem sie zuletzt mit einer leichten Verletzung zu kämpfen hatte. Mit ihrer Zeit hat sie nun den vom Deutschen Leichtathletik-Verband geforderten Leistungsnachweis erbracht und so das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokyo wohl auch endgültig abgesichert. Auch Trainer Winfried Aufenanger war einmal mehr begeistert vom Auftritt seiner Athletin: "Ich bin total überrascht, eine solche Leistung hätte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwartet."
Unklar ist allerdings, wie es nun weitergeht für Melat Yisak Kejeta, die seit kurzem in Ahnatal lebt. Ein für den 17. April geplantes Einladungsrennen bei Sponsor adidas über 10.000 m ist abgesagt, auch die für den 1. Mai geplanten Deutschen Meisterschaften Langstrecke werden wohl ausfallen. Aufenanger hat Kontakt zu Marathon-Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig, um die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Eigentlich war geplant, dass die zweifache deutsche Rekordhalterin in Kürze ein weiteres Höhentrainingslager in Äthiopien oder Kenia bestreitet.
Doch gerade im Hinblick auf Olympia und die damit verbundenen Termine im Vorfeld, aber auch eventuellen Quarantäne-Regelungen für die Athleten gibt es noch viele Fragezeichen. "Das müssen wir jetzt intensiv besprechen und dann sehen, wie unsere weitere Planung sein wird", so Aufenanger.

Laufteam-Cup: Das große Finale
Es geht in die letzte Runde.

Am kommenden Wochenende, von Freitag, 9. April, bis Sonntag 11. April, findet der dritte und letzte Lauf der Laufteam-Cup-Serie statt.

Zum Abschluss geht es über die Halbmarathon-Distanz von 21,1 km, präsentiert von der Raiffeisen Waren GmbH.


Jeweils 300 Teilnehmer haben an den ersten beiden Wettbewerben über 5 km und 10 km innerhalb der Serie des Laufteam Kassel teilgenommen. Der finale Halbmarathon wird über die Gesamtwertung entscheiden. Hier geht es sowohl bei Läufern und Walkern an der Spitze noch sehr eng zu. Tom Ring (Laufteam Kassel) führt mit 47:29 Minuten knapp mit 30 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Jens Nerkamp (47:59). Dem Dritten Lukas Menke (51:37, Laufteam Kassel) könnte auf dem Podium mit Sandra Morchner (Laufteam Kassel, 52:16) sogar die schnellste Frau gefährlich werden. Die deutsche "Altersklassen-Königin" wird ihren Halbmarathon wieder auf ihrer Heimatinsel Sylt bestreiten und könnte sich mit einem erfolgreichen Lauf selbst ein schönes Geschenk zum runden Geburtstag machen. Für die meisten Top-Athleten des Laufteam Kassel ist der Halbmarathon am Sonntag ohnehin als langer Lauf im wöchentlichen Trainingsplan vorgehsehen.

Eng könnte es auch bei den (Nordic) Walkern auf der langen Strecke zugehen. Michael Küppers (Laufteam Kassel) liegt hier nach den ersten beiden Walks noch mit 2:31 Minuten Vorsprung an der Spitze, sein direkter Verfolger Kevin Warschun (Laufteam Kassel) ist allerdings ein echter Walking-Experte.

Viele Teilnehmer aus den Stützpunkten des EAM Kassel Marathon waren bei den ersten beiden Läufen ebenfalls dabei und sind auch zum dritten Wettkampf herzlich eingeladen. "Über diese rege Teilnahme freuen wir uns besonders, denn für die Stützpunkte ist der Laufcup eine ideale Möglichkeit, sich in diesen Zeiten zu motivieren", sagt Winfried Aufenanger, Sportlicher Leiter des Laufteam Kassel und Veranstalter des EAM Kassel Marathon. „Ungewöhnliche Zeiten, erfordern ungewöhnliche Wege. Als langjähriger Partner des Kassel-Marathon ist es für uns selbstverständlich, den Halbmarathon im Rahmen des virtuellen Lauf-Cup zu präsentieren“, betont Benedikt Ehrhardt, Bereichsleiter Konzernmarketing & Digitalisierung bei der Raiffeisen Waren GmbH. Ehrhardt selbst hat die Laufschuhe geschnürt und absolviert die Strecken im heimischen Umland. „Durch den Ausfall regionaler Laufserien und großer Events bietet der Laufcup eine tolle Plattform, um sich gegenseitig zu motivieren und zu messen“, so Katharina Penke, Projektleiterin bei der Raiffeisen Waren GmbH.

Auch wer bisher noch nicht mitgemacht hat, kann noch einsteigen. Wie bei den Läufen zuvor ist jeder sein eigener Streckenplaner und kann an jedem beliebigen Ort laufen. Wichtig ist nur, dass die Strecke die richtige Distanz von 21,1 km hat. Bei länger gelaufenen Strecken wird die Zeit auf 21,1 Kilometer abgerundet. Der Lauf wird mit der eigenen Laufuhr oder einer Lauf-App getrackt und im Anschluss die gelaufene Zeit per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesendet. Dafür ist Zeit bis Sonntag, 11. April 2021, um 23:59 Uhr. Jeder Finisher, der an allen Läufen der Serie teilgenommen hat, erhält eine Medaille und Urkunde. Die Medaille und Urkunde werden wenige Tage nach Beendigung der Serie per Post zugesandt. Wer die ersten beiden Läufe verpasst hat und jetzt einsteigt, erhält auch noch eine Urkunde.